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Mobbing / Gewalt

Was bedeutet Mobbing oder Gewalt überhaupt?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Gewalt so definiert:

„Der absichtliche Gebrauch von angedrohtem oder tatsächlichem körperlichen Zwang oder physischer Macht gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft, die entweder konkret oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklungen oder Deprivation führt.“

Eine spezielle Form der Gewalt an Schulen (oder am Arbeitsplatz) ist Mobbing, insbesondere im Englischen auch Bullying genannt („bully“ heißt übersetzt „der Tyrann“).

Auch Mobbing ist ein englischer Begriff. Auf Deutsch übersetzt bedeutet er so viel wie „anpöbeln, belagern, sich auf jemanden stürzen“.

Was ist jedoch Mobbing ganz genau?

Viele Schüler wissen, was Mobbing ist. Mobbing ist eine Art von aggressivem bzw. feindseligem Verhalten, das von einer einzigen Person oder einer ganzen Gruppe über einen längeren Zeitraum durchgeführt wird. Ziel des Mobbings ist es, ein schwächeres Opfer oder auch eine ganze Gruppe von schwächeren Opfern absichtlich zu schädigen oder zu verletzen.

Das Verhalten kann offen (körperliche oder mündliche Angriffe) oder verdeckt (die Person wird aus der Gruppe ausgegrenzt oder ausgeschlossen, es werden Gerüchte verbreitet) ablaufen. Beim Mobbing benehmen der oder die Täter sich so, als hätten sie Macht über ihr Opfer. Im Unterschied zu einmaligen Gewalterfahrungen (die natürlich auch sehr schwerwiegend sein können), handelt es sich bei Mobbing um systematische, über einen längeren Zeitraum gehende Übergriffe, gegen die sich Opfer nur sehr schwer wehren können. Die Folgen von Mobbing sind meist schlimmer, als von einmaligen Gewalthandlungen.

Auch an Schulen sind Mobbing und Gewalt in der heutigen Zeit leider keine Fremdworte mehr. Gewalt an Schulen ist ein Thema, das auch Eltern zunehmend beschäftigt. Aber was kann getan werden, um diese zu verhindern?

Erste Anlaufstelle kann die Schulpsychologie sein – schau einmal auf

Tipp!

Wenn Du schon mal Opfer von Gewalt wurdest, dann hast Du Dich vielleicht machtlos, gedemütigt, beschämt, ohnmächtig, schockiert oder wütend gefühlt. Niemand darf einem anderen Menschen Gewalt antun. Wenn so etwas passiert, ist es wichtig, darüber zu sprechen und sich jemandem anzuvertrauen. Denn jede Gewalt hinterlässt beim Opfer eine tiefe Wunde, die zwar nicht immer zu sehen ist, aber dennoch da ist. Solche Wunden können nur heilen, wenn man sich von jemandem helfen lässt. Es ist furchtbar schwer darüber zu reden, vor allem beim ersten Mal oder wenn es noch dazu jemand ist, der Dir nahe steht. Das ist ganz normal und verständlich. Aber Du wirst sehen, es verschafft Dir auch Erleichterung, weil Du die Gedanken daran nicht mit Dir alleine herumtragen musst.

Bitte rede mit Deiner Freundin, Deinem Freund, oder einer anderen Vertrauensperson darüber. Und falls Du das nicht willst, wende Dich bitte an uns. Hinter superhands steht ein Team, das Dir zuhört und Dir helfen kann. Wenn Du willst auch ganz anonym, d.h. Du musst am Telefon nicht einmal Deinen Namen nennen oder Deine E-Mail-Adresse hinterlassen.


superhands-Telefonhotline 0800 - 78 73 74 2 (Di + Do 15-17, kostenlos) und E-Mail