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Urlaub vom Pflegealltag

Jeder Mensch braucht von Zeit zu Zeit einmal Urlaub und Abwechslung vom Alltag. Das gilt natürlich auch für Dich, wenn Du Dein Familienmitglied pflegst! Dafür gibt es verschiedene Angebote und Hilfen.

Jeder Mensch braucht von Zeit zu Zeit einmal Urlaub und Abwechslung vom Alltag. Das gilt natürlich auch für Dich, wenn Du Dein Familienmitglied pflegst! Dafür gibt es verschiedene Angebote und Hilfen.

Für solche Fälle gibt es in Deutschland vor allem die Angebote der sogenannten Kurzzeitpflege und der Verhinderungspflege. Zuständig ist die Pflegeversicherung bei der Krankenkasse Deines Familienmitglieds. Für die Leistungen ist Voraussetzung, dass Dein Angehöriger mindestens in den Pflegegrad 2 eingestuft wurde. Das macht der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) auf Antrag. Schau einfach auf der Krankenversichertenkarte, wo Dein Familienangehöriger krankenversichert ist und rufe dort an. Natürlich kannst Du Dich auch zuerst mal bei superhands unter unserer Hotline schlau machen. Tel.: 0800 - 78 73 74 2 (0800 superhands) Der Anruf ist für dich kostenlos, auch anonym wenn Du willst!

Viele Pflegebedürftige sind nur für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen, insbesondere zur Bewältigung von Krisensituationen bei der häuslichen Pflege oder übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Für sie gibt es die Kurzzeitpflege in entsprechenden stationären Einrichtungen.

Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege. Diese sogenannte Verhinderungspflege kann etwa durch einen ambulanten Pflegedienst, durch Einzelpflegekräfte, ehrenamtlich Pflegende oder andere nahe Angehörige erfolgen. Die Ersatzpflege ist bis zu sechs Wochen im Kalenderjahr möglich. Außerdem können seit 2017 auch bis zu 50 Prozent des Betrages für die Kurzzeitpflege künftig zusätzlich für die Verhinderungspflege ausgegeben werden.

Andersherum ist es inzwischen auch möglich. Das heißt, nicht verbrauchte Gelder für die Verhinderungspflege können auch für die Kurzzeitpflege eingesetzt werden. Dadurch kann die Kurzzeitpflege sogar maximal verdoppelt werden (bis zu 8 Wochen im Jahr).

Erholung für dich!

Auch Kinder und Jugendliche, die ein Familienmitglied pflegen (der englische Begriff dafür ist „young carers“), können Zuwendungen für die Kosten der Ersatzpflege erhalten. Das heißt, Deine Familie kann sich finanzielle Unterstützung für eine Betreuung Deines Familienmitglieds zu Hause holen, damit Du z.B. mit auf Klassenfahrt fahren kannst.

Weitere Details über diese beiden Unterstützungsmöglichkeiten findest du auf folgenden Webseiten

www.pflegestaerkungsgesetz.de/finanzielle-leistungen/kurzzeitpflege/
www.pflegestaerkungsgesetz.de/finanzielle-leistungen/pflege-bei-verhinderung-einer-pflegeperson/


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