Fahrdienste

Einen (Patienten-)Fahrdienst kannst Du Dir wie ein Taxi-Unternehmen vorstellen. Auch ein Fahrdienst bringt Leute mit dem Auto von A nach B. Also zum Beispiel von Daheim zum Arzt oder vom Krankenhaus in die Reha-Einrichtung.

Aber was ist die Besonderheit an einem Patienten-Fahrdienst?

Der Patienten-Fahrdienst hat extra Autos für Leute, die nicht mit einem normalen Auto fahren können. Manche Autos haben eine Rampe oder einen Lift, über die sie einen Rollstuhl ins Auto bringen können. Im Auto gibt es dann spezielle Gurte, mit denen der Rollstuhl während der Fahrt fest gemacht wird. Dein Angehöriger muss also nicht mal „umsteigen“, sondern kann auch während der Fahrt bequem im Rollstuhl sitzen bleiben. Andere Autos verfügen über eine Trage. Dank der Trage können sie Menschen im Liegen von A nach B fahren.

Es gibt auch Autos, die einen Tragestuhl haben. Damit können Leute aus der Wohnung getragen werden, die nicht mehr Treppensteigen können.

Es kann sein, dass die Krankenkasse Deines Familienmitglieds die Kosten für einen solchen Fahrdienst zahlt. Das kommt darauf an, wohin die Fahrt geht, ob ein Pflegegrad vorliegt oder einen andere Behinderung. Am besten rufst Du einfach bei der Krankenkasse an und fragst nach! Die Kasse muss das nämlich in einigen Fällen vor der Fahrt genehmigen.

Mehr über den Fahrdienst der Johanniter erfährst Du hier:
http://www.johanniter.de/dienstleistungen/fahrdienste/

Übrigens: Braucht Dein Familienmitglied während der Fahrt eine medizinische Versorgung (zum Beispiel eine Sauerstoffversorgung), dann wird es in der Regel von einem Kranken- oder Rettungswagen gefahren. Diese Autos haben auch eine Trage und einen Tragestuhl. Zusätzlich haben sie noch medizinisches Material (eben Sauerstoff und Medikamente) dabei. Außerdem fährt dort immer noch eine Person mit, die gelernt hat, erweiterte Erste Hilfe zu leisten – ein Rettungssanitäter, ein Rettungsassistent oder ein Notfallsanitäter.

Auch hier zahlt die Krankenkasse leider nicht immer. Erkundige Dich gegebenenfalls vorher dort. Auch diese Fahrten müssen in einigen Fällen vorher genehmigt werden!

Achtung!

Liegt ein Notfall vor, brauchst Du natürlich keine Genehmigung und dann zahlt auch die Kasse.