Hausnotruf / Notrufdienste

Oftmals ist es gar nicht nötig, dass pflegebedürftige Menschen ständig persönlich durch andere Menschen versorgt und betreut werden. Für pflegebedürftige Menschen (und auch für Ältere) ist es aber wichtig, dass sie immer jemanden erreichen können, wenn sie ein Problem haben. Das kann zum Beispiel sein, dass sie nachts auf dem Weg zur Toilette gestürzt sind und nicht mehr alleine aufstehen können.

So eine Sicherheit „rund um die Uhr“ bietet der Hausnotruf. Der Hausnotruf ist vor allem für Menschen gedacht, die alleine leben oder tagsüber auch zeitweise alleine in der Wohnung sind (z.B. wenn Du in der Schule bist).

Wie funktioniert der Hausnotruf?

Den Hausnotruf kann man bei einer Hilfsorganisation (z.B. bei den Johannitern) „mieten“. Dafür ist beim Hausnotruf rund um die Uhr jemand erreichbar. Ist Dein Familienmitglied zum Beispiel hingefallen und hat sich dabei verletzt, informiert der Hausnotruf Euren Hausarzt oder schickt den Rettungsdienst vorbei. Natürlich kannst auch Du Dich anrufen lassen.

Ist Dein Familienmitglied nur hingefallen und braucht Hilfe beim Aufstehen, dann kommen z.B. die Johanniter vorbei und helfen dabei. Deshalb solltest Du darauf achten, dass Du einen Anbieter vor Ort wählst, der einen Schlüssel zur Wohnung Deines Familienangehörigen bekommt und deshalb jederzeit helfen kann.

Was ist im Notfall zu tun?

Braucht Dein Familienmitglied Hilfe, genügt es, den roten Knopf auf dem Sender oder an der Basisstation zu drücken. Automatisch wird dann eine Telefonverbindung zur Hausnotrufzentrale hergestellt. Die Hausnotrufzentrale fragt dann, was passiert ist und organisiert die passende Hilfe für Dein Familienmitglied. Außer den bereits genannten Maßnahmen ruft sie auf Wunsch auch Dich oder jemand anderen, z.B. einen Nachbarn an.

Was braucht man dafür?

Von der Hilfsorganisation bekommt Ihr eine Basisstation und einen Sender. Den Sender soll Dein Angehöriger immer bei sich tragen. Da der Sender sehr stabil und auch wasserdicht ist, kann er als Armband oder als Halskette getragen werden und soll auch unbedingt beim Duschen oder Baden angelassen werden.

Was kostet der Hausnotruf?

Für den Hausnotruf zahlt man eine monatliche Gebühr. Je nach Leistung sind das etwa zwischen 19 und 60 Euro. Hat Dein Angehöriger einen Pflegegrad, bezahlt in der Regel die Pflegekasse davon rund 19 Euro im Monat. Lasse Dich beraten, was die beste Lösung für Dich und Deinen Angehörigen ist.

Mobile Notrufdienste

Ist Dein Angehöriger noch mobil (d.h. er kann das Haus noch alleine verlassen), dann kommt eventuell ein mobiler Notruf für ihn infrage. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, weshalb Du Dich auch hier beraten lassen solltest.

Mehr Infos zum Hausnotruf der Johanniter findest Du hier: http://www.johanniter.de/dienstleistungen/notrufsysteme/

Weitere Infos zum Hausnotruf: www.initiative-hausnotruf.de