Hilfsmittel

Hilfsmittel sind Gegenstände, die den Pflegealltag einfacher machen. So ist zum Beispiel der Rollator ein Hilfsmittel, wenn Dein Angehöriger nicht mehr gut laufen kann. Es gibt viele unterschiedliche Hilfsmittel. Manche erleichtern das Essen und Trinken (z.B. „Schnabeltasse“), manche helfen beim Gehen (z.B. Stock) und manche helfen bei der Körperpflege (z.B. Inkontinenzhosen).

Für Daheim gibt es viele Hilfsmittel, die Deinem pflegebedürftigen Familienmitglied das Leben leichter machen. Diese vier Merkmale sollte ein Hilfsmittel haben:

  • es soll Sicherheit bieten (z.B. ein Rollstuhl mit Bremsen)

  • es soll die Selbstständigkeit fördern (z.B. ein Stock, damit jemand ohne Hilfe gehen kann)

  • es soll einfach zu bedienen sein (z.B. ein Treppenlift, der durch einen Knopf hoch gefahren werden kann)

  • es soll dem Zustand Deines Familienmitglieds angepasst sein (wird in der Regel von einem sogenannten Sanitätshaus erledigt, das auch die Auslieferung des Hilfsmittels für die Kranken- oder Pflegekasse übernimmt.)

Was mache ich, wenn mein Angehöriger ein Hilfsmittel benötigt?

Als erstes rufst Du die Pflegekasse Deines Angehörigen an. Falls Ihr schon einen „persönlichen“ Pflegeberater habt, kannst Du ihn auch gleich anrufen. Die Pflegekasse schickt Euch dann einen Pflegeberater oder einen Mitarbeiter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Dieser schaut dann, ob Dein Angehöriger ein Hilfsmittel braucht. Er berät Euch auch, welches Hilfsmittel für Deinen Angehörigen am besten geeignet ist.

Falls Dein Angehöriger auch von einer Sozialstation betreut wird, kümmern sich eventuell auch die Mitarbeiter, die zu Euch kommen, darum.

Gut zu wissen

Hilfsmittel müssen (wie Medikamente) immer auch von einem Arzt verordnet werden. Ansonsten kann es sein, dass Eure Pflegekasse die Hilfsmittel gar nicht zahlt!

Manche Pflegehilfsmittel bekommt Ihr von der Pflegekasse „ausgeliehen“. Das sind besonders Hilfsmittel, die viel Geld kosten, zum Beispiel ein Pflegebett.

Es kann aber auch sein, dass Ihr für ein bestimmtes Pflegehilfsmittel einen Eigenanteil dazuzahlen müsst. Das sind in der Regel pro Hilfsmittel fünf bis 25 Euro. Ist Dein Angehöriger bei der Krankenkasse wegen eines geringen Einkommens von der Zuzahlung befreit, dann muss er auch in der Pflegekasse nichts dazu zahlen. Auch für Kinder (in der Regel bis 18 Jahre) fallen keine Zuzahlungen an.

Auch zahlt Euch die Pflegekasse bis zu 40 Euro pro Monat für Artikel, die nur einmal verwendet und danach weggeworfen werden.

Das sind im Einzelnen:

  • saugende Bettschutzeinlagen (Inkontinenzunterlagen) zum Einmalgebrauch

  • wiederverwendbare saugende Bettschutzeinlagen

  • Fingerlinge

  • Einmalhandschuhe

  • Mundschutz

  • Schutzschürzen zum Einmalgebrauch

  • wiederverwendbare Schutzschürzen

  • Händedesinfektionsmittel

  • Flächendesinfektionsmittel

Nur als Beispiele einige bekannte Hilfsmittel (nicht alle werden von der Kranken-/Pflegekasse übernommen:

Bett:

  • Lagerungshilfen (Wechseldruckkissen/ -matratzen, Lagerungskissen)

  • Bett- und Matratzenschutz

  • Aufricht-/Aufsetzhilfen

Gehhilfen

  • Gehstöcke

  • Rollator

  • Rollstuhl

Hygiene und Bad

  • Einmalhandschuhe

  • Hilfsmittel im Bad (Lifter, Hocker, WC-Sitzerhöhung)

  • Inkontinenzeinlagen

  • Mini-Notfalltoilette für unterwegs

  • Haarwaschbecken

  • Absauggerät

Ankleiden

  • Anziehhilfen für Kompressionsstrumpf, Schuhe, Knöpfe

Alltag

  • Greifzange

  • Schlüsseldrehhilfe

  • Öffnungs- und Greifhilfen

  • Sprechende Armbanduhr/Fieberthermometer, Wecker

Essen:

  • Trinkbecher/Schnabeltasse, Besteck-Griffband, Alzheimer-Speiseset, Geschirr mit Saugfüßen

Aufstehen:

  • Möbelerhöhung

  • Bettaufstehhilfe

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Weitere interessante Informationen zum Thema Hilfsmittel findet Du hier https://www.tk.de/tk/beratung/leistungen-a-z/hilfsmittel/39778