Teilstationäre Pflege = Tages- oder Nachtpflege

Teilstationäre Pflege bedeutet, dass ein Mensch nicht den ganzen Tag daheim gepflegt wird. Von morgens bis abends oder über Nacht kümmert sich eine Einrichtung um Deinen Angehörigen. Allerdings findet die Pflege dann nicht bei Euch daheim statt, sondern beispielsweise in einer Tagespflege. Da wird Dein Angehöriger zum Beispiel am Vormittag abgeholt. Während Du zum Beispiel in der Schule bist, ist Dein Angehöriger in der Tagespflege. Wenn Du von der Schule nach Hause kommst, kommt auch Dein Angehöriger wieder heim.

Dein Angehöriger kann dafür von einem Fahrdienst abgeholt werden. Den Fahrdienst kannst Du Dir wie einen Schulbus vorstellen. Morgens wird Dein Angehöriger mit einem Auto der Tagespflege in die Betreuungseinrichtung gefahren, nachmittags oder am Abend wird er wieder nach Hause gebracht. In speziellen Fällen kann Dein Angehöriger auch abends abgeholt werden und wird am Morgen wieder zurück nach Hause gebracht (z.B. weil Deine Eltern in der Nacht arbeiten müssen und in dieser Zeit die Pflege nicht übernehmen können).

Die Kosten für eine teilstationäre Pflege bezahlt ab Pflegegrad 2 auch die Pflegekasse Deines Familienmitglieds. Die Höchstbeträge dafür betragen pro Kalendermonat

  • 0 Euro im Pflegegrad 1

  • bis zu 689 Euro im Pflegegrad 2

  • bis zu 1.298 Euro im Pflegegrad 3

  • bis zu 1.612 Euro im Pflegegrad 4

  • bis zu 1.995 Euro im Pflegegrad 5

Im Pflegegrad 0 kann der Entlastungsbetrag von monatlich 125 Euro dazu verwendet werden.

Auch bei Ausschöpfung der Höchstbeträge für die teilstationäre Pflege hat man seit 2017 für die dann noch verbleibende Zeit zu Hause den vollen Anspruch auf das Pflegegeld bzw. die Pflegesachleistungen im jeweiligen Pflegegrad.

www.pflegestaerkungsgesetz.de/finanzielle-leistungen/teilstationaere-leistungen-der-tages-nachtpflege/