Spezielle Anforderungen an das Essen

Diabetes Mellitus

Diabetes Mellitus kennst Du vielleicht auch unter dem Ausdruck „Zuckerkrankheit“. Es handelt sich hierbei um eine Störung des Stoffwechsels.

Der Körper produziert dabei zu wenig oder gar kein Insulin, weshalb der Blutzuckerwert ansteigt. Diabetes entsteht durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung, kann aber auch vererbt sein.

Es gibt zwei Hauptformen:

Insulininduzierter Diabetes Mellitus (IDDM) Typ 1

Der Betroffene muss sich regelmäßig Insulin spritzen, da der Körper kein eigenes Insulin produziert.

Nicht insulininduzierter Diabetes Mellitus (NIDDM)–Typ 2

Hier nimmt der Betroffene Tabletten ein, die den Körper helfen, eigenes Insulin zu produzieren.

Genaueres zum Thema Diabetes findest Du bei den Krankheiten.

Therapie bei Diabetes

Der normale Blutzuckerwert bei gesunden erwachsenen Menschen vor dem Frühstück – also nüchtern -, soll weniger als 100mg/dl betragen.

Etwa zwei Stunden nach dem Frühstück soll der Blutzuckerwert bei gesunden erwachsenen Menschen bei maximal 140mg/dl liegen.

Ist man Diabetiker, sollte man seine Lebensgewohnheiten umstellen. Das bedeutet, dass man auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten soll und sich ausreichend an der frischen Luft bewegt!

Die medikamentöse Therapie muss sehr streng eingehalten werden, denn auf Dauer können durch eine falsche Therapie Folgeerkrankungen entstehen.

Blutzuckermessung

 

Bei Typ 1-Diabetikern sollte immer vor dem Insulinspritzen der Blutzucker gemessen werden, um zu bestimmen, wie viele Einheiten Insulin gespritzt werden müssen.

Bei Typ 2-Diabetikern sollte immer der Nüchternblutzucker gemessen werden.

Prinzipiell sind diese Dinge aber vom Hausarzt vorgeschrieben, Du musst diese Angaben nur durchführen. Bist Du Dir unsicher, bitte den Arzt, dass er Dir alles nochmal genauer erklärt!

Insulin wird mit einer kurzen, ganz feinen Nadel unter die Haut gespritzt. Für Zuhause gibt es häufig Insulin-Pens – die schauen aus wie ein großer Kugelschreiber und sind sehr leicht zu bedienen.

Was ist für Dich wichtig:

Klagt Dein Familienmitglied über Schwindel und Unwohlsein oder ist blass und hat Schweißperlen auf der Stirn, solltest Du sofort den Blutzucker kontrollieren. Dies können nämlich Anzeichen für einen zu niedrigen Blutzuckerwert sind. Habe immer etwas Traubenzucker in der Nähe (gibt es zum Beispiel in Apotheken oder Drogeriemärkten zu kaufen), damit steigt der Blutzuckerwert schnell wieder an.

Damit der Zuckerwert nicht schnell wieder sinkt, sollte Dein Familienmitglied dann etwas essen und trinken, zum Beispiel ein Marmeladenbrot und ein Glas Saft.

Wenn Du und Dein Familienmitglied das Haus für längere Zeit verlassen möchtet (zum Beispiel für einen Ausflug oder einen langen Spaziergang), nimm immer das Insulin, den Insulin-Pen und etwas Traubenzucker mit.

Diabetiker haben oft Empfindungsstörungen in den Füßen, deshalb musst Du, wenn Dein Familienmitglied das nicht selbst kann, täglich dessen Fußsohlen kontrollieren. Achte darauf, ob die Füße anders als sonst sind. Ein Anzeichen kann zum Beispiel eine gestörte Sensibilität sein. Das bedeutet, dass Dein Familienmitglied kein Gefühl mehr in der Fußsohle hat und es nicht spürt, wenn Du mit dem Finger darüber streichelst.

Geht regelmäßig zum Arzt!

Quellen und weitere Informationen

www.tk.de/tk/krankheiten-a-z/krankheiten-d/diabetes/19030