Rechte für Menschen mit Behinderungen

Das statistische Bundesamt Deutschland gab an, dass 2013 7,5 Millionen schwerbehinderte Menschen in Deutschland lebten. Das sind etwa 9,4 Prozent der deutschen Bevölkerung – also 9 von 100 Leuten.

 

Was ist überhaupt gemeint, wenn jemand von „Behinderung“ spricht?

Der Begriff „Behinderter“ wird heute eigentlich nicht mehr gern verwendet, weil er die betroffenen Menschen ganz allein auf ihre Beeinträchtigung reduziert. Das bedeutet, man achtet nur auf das, was die Menschen durch ihre körperliche oder geistige Einschränkung nicht können.

Tipp!

Menschen mit Behinderungen, egal ob intellektuell oder körperlich, würden sich selbst niemals als „Behinderte“ bezeichnen.

Sie würden den Begriff „Behinderter“ nicht verwenden, er ist diskriminierend und reduziert den Menschen ganz allein auf seine Behinderung (sein Defizit). Daher verwende besser „Menschen mit Behinderung“, „Menschen mit Handicap“ oder „Menschen mit Beeinträchtigung“. Dann steht die Bezeichnung „Mensch“ im Vordergrund und erst dann ein Zusatz. Somit ist immer der Mensch in seiner Ganzheit gewürdigt und Du zeigst, dass Du sensibel mit der Sprache umgehen kannst.


Warum brauchen Menschen mit Behinderung überhaupt eigene Rechte?

Leider ist es immer noch nicht ganz selbstverständlich, dass Menschen mit Einschränkungen genauso leben können, wie Menschen ohne jegliche Behinderungen. Um dies zu ändern, hat sich die Politik die Aufgabe gesetzt, dass bestimmte Dinge unbedingt angepasst und verändert werden müssen.

Denn leider ist auch nach jahrelangen Bemühungen ein Wandel auf freiwilliger Basis nicht im erforderlichen Umfang erfolgt. Durch die besonderen Rechte können Menschen mit Handicap ihre Ansprüche gegebenenfalls auch vor Gericht einfordern (zum Beispiel bei Krankenkas-sen).

Wichtige Bausteine der Rechte für Menschen mit Behinderung sind

Hilfreich ist für Menschen mit Behinderung auch der so genannte