Gesetzliche Betreuung / Sachwalterschaft

Menschen leben heutzutage länger als früher. Dadurch wird die Betreuung von alten und/oder pflegebedürftigen Menschen immer wichtiger.

Wenn Menschen aufgrund einer psychischen Krankheit oder einer körperlichen, seelischen oder geistigen Behinderung nicht mehr gut für sich sorgen können, bekommen sie vom Gericht einen so genannten „gesetzlichen Betreuer“ zugeteilt. Dieser Betreuer kümmert sich dann um die „Geschäfte“ des Menschen. Dabei kann es sich zum Beispiel um finanzielle Dinge handeln. Es kann aber auch sein, dass der Betreuer festlegt, wo der Menschen leben soll oder welche medizinische Behandlung er bekommt. Dabei muss er den Betroffenen aber immer mit einbeziehen und seine Wünsche so weit wie möglich berücksichtigen.

Man kann bereits zu Zeiten, in denen es einem noch gut geht, schriftlich festlegen, wer die Betreuung und für welche Fälle für einen selbst übernehmen soll. Dies soll bzw. muss das zuständige Betreuungsgericht (bis zum Jahre 2009 Vormundschaftsgericht genannt) bei der Bestellung des Betreuers berücksichtigen, sofern nicht wichtige Gründe dagegen sprechen, z.B.: der Betreuer lebt im Ausland oder war im Gefängnis. Ein gesetzlicher Betreuer muss auch mindestens 18 Jahre alt sein. Das zuständige Betreuungsgericht ist in Deutschland Teil des Amtsgerichtes.

Die gesetzliche/rechtliche Betreuung ist in den Artikeln §1896 – 1908i des Bürgerlichen Gesetzbuches (kurz BGB) geregelt.

Ansprechstellen

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