Rechte für Patienten und für pflegende Angehörige

Patientenrechte sind Rechte, die Du als Patient hast. Bedeutung haben diese Vorschriften vor allem für die medizinische Behandlung durch einen Arzt.

Die Patientenrechte finden sich im Patientenrechtsgesetzt (PatientenRG). Dieses ist 2013 in Kraft getreten und findet sich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB).

Der Arzt muss Dich oder Deinen Angehörigen in verständlicher Weise zu Beginn der Behandlung über die Diagnose und die verschiedenen Behandlungsmöglichkeiten aufklären. Und er muss auch sagen, welche Nebenwirkungen diese Behandlungen haben könnten. Auch muss er darüber aufklären, ob die Gesundheitskasse/Krankenkasse die Behandlungskosten möglicherweise nicht vollständig übernimmt und Ihr den Rest eventuell selbst zahlen müsst.

Aber man ist auch verpflichtet, dem Arzt alle wichtigen Infos, die für die Behandlung wichtig sind, mitzuteilen. Spricht jemand schlecht Deutsch, muss ein Dolmetscher/Übersetzer helfen, damit derjenige alles versteht. Ein Arzt muss sich an verschiedene Vorschriften halten, also zum Beispiel seine Geräte regelmäßig sauber machen und darauf achten, dass niemand Fremdes die Patientenakten lesen kann.

Der Arzt muss also für Dich oder Deinen Angehörigen eine Patientenakte anlegen und die für die Behandlung wichtigen Maßnahmen und deren Ergebnisse darin aufschreiben. Du darfst Deine Patientenakte anschauen, die Dein behandelnder Arzt über Dich hat. Gleiches gilt natürlich auch für Deinen Familienangehörigen, um den Du Dich kümmerst oder den Du vielleicht pflegst.

Wichtig ist, dass vor Durchführung einer medizinischen Maßnahme der behandelnde Arzt verpflichtet ist, die Einwilligung des Patienten einzuholen.

Bist Du selbst der Patient und unter 15 Jahre alt, ist die Einwilligung beider Eltern als gesetzlicher Vertreter erforderlich. Handelt es sich um keine außergewöhnlichen Maßnahmen, darf Dein Arzt darauf vertrauen, dass auch ein Elternteil alleine entscheiden darf. Bei schweren Maßnahmen mit erheblichen Risiken, muss er aber auch die Einwilligung von Deinem anderen Elternteil einholen.

Ist der Patient nicht selbst in der Lage, zuzustimmen, ist die Einwilligung eines hierzu Berechtigten (z.B. Betreuer) einzuholen, soweit nicht eine Patientenverfügung die Maßnahme erlaubt oder untersagt.

Hier kannst Du alles Wichtige zu Patientenrechten nachlesen.