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AIDS

Andere Bezeichnungen:

Acquired Immune Deficiency Syndrome

Definition - Was ist das?

Eine HIV-Infektion (HIV steht für "Human Immunodeficiency Virus") erfolgt oft unbemerkt. Durch die HIV-Infektion wird das Immunsystem geschwächt. Im fortgeschrittenen Stadium führt die Immunschwäche zum Ausbruch von AIDS.

AIDS steht für “Acquired Immuno Deficiency Syndrome”, und bedeutet übersetzt “Erworbenes Immunschwäche Syndrom”. HIV kann im Verlauf der Infektion zu einer Schwächung des eigenen Immunsystems führen.

An AIDS erkrankt bedeutet, dass entweder besondere Krankheitserreger die Schwäche des Immunsystems als Gelegenheit nutzen, Infektionen auszulösen oder dass bestimmte Tumore auftreten. Ein positiver HIV-Antikörpertest bedeutet, dass eine Infektion mit dem HI-Virus stattgefunden hat und die spezifischen Antikörper nachweisbar sind.

Eine HIV-infizierte Person wird deshalb oft auch als „HIV-positiv“ bezeichnet. Der Betroffene muss aber keine Beschwerden oder Krankheitszeichen haben.

Auch wenn die erworbene Immunschwäche heute gut behandelbar ist, bleibt sie unheilbar und für die meisten Betroffenen eine schwerwiegende Belastung sowohl medizinisch als auch sozial.

Entstehung

HIV ist ein Abkömmling eines Virus, das ursprünglich von Affen stammt. Das Virus wurde vermutlich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf den Menschen übertragen (Verletzungen beim Zerlegen der Jagdbeute, Kontakte mit Blut oder Gehirnflüssigkeit von Affen).

Wie bekommt man das?

Die Ansteckung kann erfolgen, wenn die Körperflüssigkeit (Blut, Sperma, Vaginal- und Analsekret und Muttermilch) einer HIV-positiven Person in den Körper einer anderen Person eindringt. Dies passiert meistens über Schleimhäute oder Wunden.

Die häufigste Ansteckung erfolgt beim ungeschützten Geschlechtsverkehr, also Sex ohne Kondom, oder beim Einnehmen von Drogen, wenn man Spritzen und Nadeln gemeinsam verwendet.

Nicht anstecken kann man sich über Speichel, Harn, Schweiß oder Tränenflüssigkeit, weil diese Flüssigkeiten sehr wenige Viren enthalten.

Man braucht also keine Angst vor Ansteckung zu haben bei (Quelle: BZgA)

  • Küssen, Händedruck, Streicheln, Umarmen

  • Spielen und Sport

  • Anhusten oder Anniesen

  • Gemeinsame Benutzung von  Toiletten oder Handtüchern und Bettwäsche

  • Besuch von Schwimmbädern oder Saunen

  • Zusammenarbeiten und – wohnen mit Menschen mit HIV und AIDS

  • Normales Anhusten und Anniesen

  • Gemeinsames Benützen von Geschirr, Besteck, Gläsern, etc.

  • Durch Mücken, andere Insekten oder andere Tiere wird HIV nicht übertragen.

  • Friseur, Maniküre, Piercing, Tätowieren, Ohrlochstechen. Es besteht kein Risiko, wenn die bestehenden Hygieneregeln eingehalten werden. Alle stechenden oder schneidenden Gegenstände, die mit Blut in Kontakt kommen können, immer nur einmal benutzen oder wirksam desinfizieren.
    Rat: Piercen, Tätowieren oder Ohrlochstechen nur bei Fachkräften.

Bei der Pflege von Menschen mit HIV / AIDS ist bei schweren Blutungen, großflächigen Wunden, massivem Durchfall und unzureichender Kooperation Vorsicht geboten. Ein Infektionsrisiko besteht ggf. auch bei starkem Husten mit Auswurf. Hier ist Fachberatung vor Ort z.B. durch einen Arzt oder Pflegedienst angeraten.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Durch effektive Medikamente ist HIV/AIDS heute zwar nicht heilbar, aber zumindest gut behandelbar.

Die Lebenserwartung von Menschen mit HIV/AIDS ist gestiegen. Auch die Lebensqualität vieler hat sich deutlich verbessert.

Dennoch gibt es gegen den HI-Virus leider noch keine Impfung und auch keine Heilung. Man kann sich aber schützen, damit man dieses Virus erst gar nicht bekommt.

  • Beim Sex Kondome benutzen!

  • Keine gebrauchten Spritzen verwenden!

  • Bei der Pflege von Menschen mit HIV / AIDS kann des Tragen von Schutzhandschuhen aus Latex und ggf. ein Mundschutz oder auch ein Schutzkittel (z.B. bei Durchfällen und nässenden / blutenden Wunden) zum Eigenschutz angebracht sein. Frage ggf. den Pflegedienst.