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Angststörung

Andere Bezeichnungen:

Phobie

Definition - Was ist das?

Angst zu haben ist etwas völlig Normales. Angst ist ein Schutzmechanismus unseres Körpers vor Dingen, die uns schaden könnten. Eigentlich haben alle Menschen in ihrem Leben schon mal Angst gehabt. Das kann durch schlimme Erfahrungen kommen. Manche Menschen haben auch eine kurze Panikattacke, die sie sich gar nicht so richtig erklären können. Doch nicht alle diese Menschen entwickeln eine Angststörung im Sinne einer wirklichen Erkrankung.

Eine „Angststörung“ ist eine psychische Krankheit: Dabei haben die Betroffene unangemessene Angst vor einem Gegenstand, vor einer Situation oder vor etwas, das sie gar nicht so richtig benennen können.

Hat man Angst vor einem bestimmten Gegenstand oder vor einer bestimmten Situation, dann spricht man von einer Phobie.

Bei einer „Angststörung“ fürchten sich Betroffenen vor Dingen, die für einen gesunden Menschen nicht nachvollziehbar sind. Zum Beispiel können sich Menschen mit Angststörungen vor großen Höhen, Blut, Spinnen, öffentlichen Orten oder auch vor Krankheiten fürchten. Sie können aber auch vor Hasen oder sonstigen harmlosen Gegenständen oder Dingen Angst haben.

Nicht jeder, der zum Beispiel vor Spinnen Angst hat, ist aber auch gleich psychisch schwer krank! Jeder Mensch hat Momente oder Situationen, in denen er sich unwohl fühlt und ein mulmiges Gefühl hat. Sicher kennst Du dieses Gefühl auch? Das ist auch ganz normal. Eine Angststörung oder eine Phobie schränkt aber das Leben ein!

Was kann passieren?

Angst wird zur Krankheit wenn sie:

  • unangemessen stark oder anhaltend ist

  • ohne ausreichenden Grund, d. h. ohne wirkliche Bedrohung auftritt

  • nicht mehr kontrolliert oder ausgehalten werden kann

  • Leid verursacht und/oder das Leben und den Alltag einschränkt.

Betroffene versuchen sich manchmal mit Drogen, wie Alkohol oder Tabletten, von der Angst zu befreien. Leider hilft das aber nicht! Ganz im Gegenteil, oftmals wird das Leiden dadurch sogar noch schlimmer.  Manche Betroffene verlassen aus Angst vor der Angst auch ihre Wohnung nicht mehr und brechen den Kontakt zu ihrer Familie und zu Freunden ab.

Menschen mit Angststörungen sind eine schwere Belastung für die ganze Familie und für Nachbarn, Freunde und Bekannte.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Wenn man unter Angststörungen leidet, ist professionelle Hilfe von außen notwendig. Alleine kann man eine Angststörung nicht bewältigen.

Psychotherapie – Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie etc. -, kann helfen, die Angststörung zu lindern oder auch ganz zu heilen.