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Anorexie

Andere Bezeichnungen:

Magersucht

Definition - Was ist das?

Magersucht, auch Anorexie genannt, ist eine Essstörung.

Magersucht ist eine schwere Erkrankung, die auch tödlich enden kann. Die Betroffenen halten sich für zu dick, obwohl ihr Gewicht schon deutlich unter dem Gewicht Gleichaltriger liegt. Sie versuchen krampfhaft, noch dünner zu werden. Die Gedanken kreisen ständig um Kalorien, Sport, Gewicht und Schönheit. Es werden Kalorien gezählt, nur um diese nach dem Essen durch übermäßig viel Sport wieder abzubauen.

Ab einem gewissen Stadium bleibt bei Frauen die Regelblutung aus. Puls und der Blutdruck sind niedrig. Den Betroffenen ist ständig kalt. Oft fühlen sich Betroffene müde und matt.

Wie bekommt man das?

Magersucht beginnt meist mit einer einfachen Diät. Wenn sich erste Erfolge zeigen oder das Wunschgewicht erreicht ist, hören gesunde Menschen auf und versuchen das Gewicht zu halten. Magersüchtige Menschen (meist Mädchen oder Frauen), sind nie zufrieden mit dem erreichten Ziel und ihrem Aussehen. Sie wollen immer noch dünner, schlanker, sportlicher und schöner werden. Das kann soweit führen, dass Betroffene oft nur noch 40 Kilogramm wiegen und sich immer noch für zu dick halten.

Magersucht wird durch unterschiedliche Ursachen ausgelöst: Betroffene fühlen sich nur geliebt, wenn sie schlank sind. Auch die Medien (wie Werbung, Fernsehsendungen, Zeitungsartikel) vermitteln den Menschen, dass nur schlanke Menschen gut sind. Manchmal ist aber auch der Druck durch die Familie zu groß: Erwarten die Eltern zum Beispiel ausschließlich sehr gute Schulnoten von ihrem Kind, kann das auch zu einer Magersucht führen. Die Kinder haben das Gefühl, nur dann Zuneigung und Liebe von ihren Eltern zu kommen, wenn sie perfekt sind. Negative Gefühle wie Angst, Wut und Unsicherheit blenden sie dann aus.

Magersüchtige Frauen und Mädchen haben eventuell auch psychisch schwer belastende Situationen erlebt, wie z.B. Misshandlung und Missbrauch.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Magersucht ist eine psychische Erkrankung, die tödlich enden kann und daher behandelt werden muss. Wenn Magersüchtige schon extrem unterernährt sind, müssen sie im Krankenhaus künstlich ernährt werden. Die Behandlung von Magersucht erfolgt durch Ernährungsberatung und Psychotherapie. In Gesprächen mit ausgebildeten Therapeuten versucht man den Grund für die Magersucht herauszufinden und bespricht, was man verändern kann.

Hat eines Deiner Familienmitglieder Magersucht, dann dränge dieses nicht zum Essen. Dies führt oft zu angespannten Situationen und Streit. Dein Familienmitglied sollte sich aber unbedingt in Behandlung begeben, da diese Krankheit auf Dauer ernstzunehmende Schäden am Körper und an der Psyche anrichtet.