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Chronisches Erschöpfungssyndrom

Andere Bezeichnungen:

Chronic Fatigue Syndrome (CFS)

Definition - Was ist das?

Das Chronische Erschöpfungssyndrom (CFS) ist eine Krankheit. Betroffene leiden permanent unter Antriebslosigkeit, Mattigkeit und Erschöpfung. Durch diese Krankheit sind sie oftmals im Alltag stark eingeschränkt. Mal schnell einkaufen gehen wird dann beispielsweise zu einer unüberwindbaren Schwierigkeit. Da CFS eine „unsichtbare Krankheit“ ist, sehen Patienten oft nicht krank aus. Viele Menschen denken, dass die CFS nur psychisch bedingt ist und stempeln Betroffene daher als faul ab. Dadurch fühlen sich die Betroffenen aber verletzt und gekränkt und meiden den Kontakt zu ihren Mitmenschen.

Bei vielen Betroffenen können folgende Krankheitszeichen auftreten:

  • Grippeähnliche Symptome

  • Muskel- und Gelenkschmerzen

  • Halsschmerzen

  • Kopfschmerzen

  • Gestörte Temperaturregelung (Erhöhte Temperatur und/oder Fiebergefühl oder Untertemperatur)

  • Schwellung und Überempfindlichkeit der Lymphknoten

  • kognitive Beeinträchtigungen (u.a. Gedächtnisstörungen, Wortfindungsstörungen)

  • Schlafstörungen und keine Erholung durch Schlaf

  • anhaltende Zustandsverschlechterung nach Anstrengung

  • Überempfindlichkeit gegenüber Reizen (Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit)

  • Schwindel und Benommenheit

  • extreme Blässe

  • Starke Blutdruckschwankungen mit Herzjagen bei Lagewechsel (zum Beispiel beim Aufstehen aus dem Liegen)

  • Atemstörungen

  • Magen- und Darmstörungen

  • Blasenstörungen

  • Herzklopfen und Herzrhythmusstörungen

  • Hohe Empfindlichkeit gegenüber Hitze und Kälte sowie gleichzeitiges Frieren und Schwitzen

  • Störungen des Appetits und Gewichtsveränderungen

  • Auftretende Unterzuckerungen

  • Allergien und Überempfindlichkeit gegenüber Medikamenten und Chemikalien

Wie bekommt man das?

Warum man an CFS erkrankt ist bis heute unklar.  Viele Erkrankte berichten aber, dass die Symptome nach einer Virusinfektion begonnen haben. Viele Betroffene sind so erschöpft, dass sie sogar bettlägerig sind und nur noch in dunklen Räumen liegen können ohne Licht und Lärm, weil sie das gar nicht aushalten.

Hier ein kurzer Auszug aus einem Bericht einer erkrankten Frau:

„Stellen sie sich vor, Sie befinden sich permanent in einem Zustand maßloser Erschöpfung, den sie sonst allenfalls von einer Virusgrippe her kennen. Diese Erschöpfung lähmt ihren Körper und Geist, löst ein unerträgliches zerrendes Gefühl aus und bessert sich nicht einmal durch Schlaf. Sie wollen sich die Schuhe anziehen und fühlen sich danach, als seien sie im Fitnessstudio eine Stunde lang auf dem Laufband gewesen – Ihr Herz rast und sie müssen sich hinsetzen, weil Ihre Energie durch das bloße Bücken bereits verbraucht ist. Sie waschen sich die Haare und haben danach nicht mehr die nötige Kraft, sie zu föhnen. Sie müssen sich oft selbst in ihrer Wohnung jeden Weg genau überlegen, weil die Kraft nicht für mehrere Anläufe reicht. Sie haben Hunger, schaffen es mit Ach und Krach sich etwas zum Essen zu machen, und können dann nicht einmal mehr die Gabel halten. Das Überwinden einer Treppe in die 1. Etage wird fast zu einem Ding der Unmöglichkeit: Sie bekommen Atemnot, ihre Beine versagen und sie bekommen Schmerzen im Brustkorb. Dazu ist ihnen schwindlig, Sie haben Herzrasen, erhöhte Temperatur, dicke Lymphknoten und Halsschmerzen, jede Faser ihres Körpers schmerzt.

Sie bekommen nach fast jedem Essen Darmkrämpfe und haben fast täglich Kopfschmerzen. Sie können oft nur noch die nötigsten Dinge verrichten. Sie sind gezwungen sich ins Bett zu legen. Aber selbst dadurch bessert sich ihre Symptomatik nicht. Trotz der überwältigenden Abgeschlagenheit sind sie gleichzeitig so überreizt, dass sie nicht schlafen können. Ihr ganzer Körper kribbelt wie eine Brausetablette, sie haben überall Muskelkrämpfe, ihnen ist heiß und kalt gleichzeitig. Ein normales Leben ist nicht mehr möglich – alles richtet sich nach ihrer Krankheit.“

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Bis jetzt gibt es noch nicht „das eine“ Medikament gegen eine CFS:

Es stehen jedoch sowohl rezeptpflichtige wie auch rezeptfreie Medikamente zur VerfügungDiese können einige der Krankheitszeichenausschalten– insbesondere Schmerzen und Schlafstörungen. Es gibt auch andere Wege außer Medikamente, um eine CFS zu behandeln. Dabei geht es darum, für jede betroffene Person das richtige Gleichgewicht zu finden. So muss jeder selber rausfinden, wieviel Sport er an einem Tag braucht und wie lange er sich danach ausruhen muss. Aber auch, wie lange er sich zum Beispiel für Hausaufgaben konzentrieren kann und wie viel Zeit er danach braucht um abzuschalten.  Leider ist es ganz schön schwer, immer das richtige Gleichgewicht zu finden. Zusätzlich hindern die oben genannten Krankheitszeichen die Betroffenen zum Beispiel ja auch daran, regelmäßig Sport zu machen.