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ACHTUNG: NOTFALL!

Epilepsie

Andere Bezeichnungen:

Definition - Was ist das?

Epilepsie ist eine Störung der normalen Gehirnfunktion. Während eines epileptischen Anfalls kommt es zu einer Art „Gewitter“ im Hirn. Das heißt, dass Gehirn sendet ganz schnell ganz viele Informationen an den Körper, die aber alle nicht zusammen passen – ein Blitzlichtgewitter.

Wie bekommt man das?

Dass jemand zu Epilepsie neigt kann angeboren sein

Teilweise können aber auch andere Faktoren dafür zuständig sein, wie zum Beispiel:

  • Entzündung im Gehirn

  • Sauerstoffmangel im Gehirn (z.B. bei der Geburt)

  • Verletzungen am Kopf durch einen Unfall

  • Durchblutungsstörungen im Kopf

  • Hirnblutungen

  • Drogenentzug

  • Alkoholismus

  • Unterzuckerung des Körpers

Epilepsie bedeutet, dass man immer wieder Anfälle hat, die sich auch wiederholen.Es kann aber ein einmaliges Ereignis sein. Einen epileptischen Anfall kann jeder bekommen.

Was kann passieren?

Ein epileptischer Anfall kann von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich aussehen. Manchmal sind nur einzelne Körperteile betroffen. Dann kann man zum Beispiel ein Bein nicht mehr bewegen oder ein Arm wird ausgestreckt und wieder angezogen.

Bei einem großen epileptischen Anfall ist der ganze Körper betroffen. Der Betroffen stößt einen kurzen Schrei aus, fällt zu Boden, verliert das Bewusstsein (er reagiert nicht mehr auf Ansprache oder Schütteln) und bewegt unkontrolliert den gesamten Körper. Das kann so aussehen, dass sich alle Körperteile überstrecken und ganz starr werden. Es kann aber auch sein, dass er ganz am ganzen Körper krampft, also heftig zittert.

Während so eines Anfalls können die Betroffenen nicht mehr normal schlucken. Daher haben sie oft Speichel vor dem Mund. Beißen sie sich auf die Zunge, kann dieser Speichel auch rot sein. Manche Epileptiker machen während eines Anfalls auch in die Hose – aber nur, weil sie das nicht mehr mit ihrem Gehirn kontrollieren können!

Nach etwa drei bis fünf Minuten ist so ein Anfall in der Regel vorbei. Für den Körper ist so ein Anfall Schwerstarbeit. Deshalb muss er sich erst mal gründlich ausruhen. Der Betroffene schläft daher nach einem Anfall und wacht nur langsam wieder auf.

Ist der betroffene Mensch wieder aufgewacht, kann er sich meistens nicht mehr an den epileptischen Anfall erinnern. Er hat aber oft Kopfschmerzen, Muskelkater und ist unruhig.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Während eines Anfalls kann man sich durch spitze Gegenstände oder das Anstoßen an Möbeln leicht verletzen.

Versuche die betroffene Person davor soweit wie möglich zu schützen. Schiebe zum Beispiel den Tisch auf die Seite, lege ein Kissen unter den Kopf und polstere den Schrank mit einer zusammengerollten Decke ab.

Halte die betroffene Person während eines Anfalls NIE fest. Der Körper entwickelt während eines epileptischen Anfalls Bärenkräfte. Daher kann Dir die betroffene Person ungewollt sehr wehtun, wenn Du sie festhältst!

Nach einem Anfall sind Betroffene oft sehr müde oder sogar bewusstlos (sie reagieren nicht auf Ansprechen und Schütteln).

Lege die Person in die Seitenlage und mache einen Notruf unter der 112 .Bleibe bei der Person, bis der Rettungsdienst da ist.

Du kannst außerdem das Licht ausmachen und die Musik ausschalten. Du magst es wahrscheinlich auch nicht, wenn Du aufwachst und es grell und laut ist!