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Fatigue

Andere Bezeichnungen:

Krankheitsbedingter Erschöpfungszustand

Definition - Was ist das?

Der Name „Fatigue“ kommt aus dem Französischen und bedeutet Müdigkeit/Erschöpfung. Mit Fatigue wird ein Krankheitsanzeichen bezeichnet, das chronische Krankheiten begleitet. Auch wenn „Fatigue“ nicht generell als offizieller medizinischer Ausdruck gilt, hat sich der Begriff vor allem in Zusammenhang mit Krebserkrankungen eingebürgert.

Es handelt sich um ein anhaltendes Gefühl der Müdigkeit und Antriebslosigkeit, das den gesamten Tagesablauf beeinflusst. Trotz normal langer Schlafphasen fühlt sich der Betroffene schwach, abgeschlagen und überfordert.

Häufig tritt Fatigue nach dem Beginn der Therapiemaßnahmen auf. Im Fall einer krebsbedingten Fatigue tritt diese oftmals nach einer Chemotherapie oder Bestrahlung auf. Die Erschöpfung hält oft auch noch nach Abschluss der Therapiemaßnahmen an und kann erst nach Wochen oder Monaten wieder abklingen.

„Fatigue“ als Krankheitssymptom ist abzugrenzen gegenüber dem „Chronischen Erschöpfungssyndrom“. Das „Chronische Erschöpfungssyndrom“ ist eine eigenständige Krankheit. Fatigue dagegen tritt als „Nebenwirkung“ einer schon bestehenden Krankheit auf.

Wie bekommt man das?

Krankheiten, bei denen Fatigue als „Nebenwirkung“ auftritt, können sein:

  • Krebs

  • chronische Herz- und Lungenkrankheiten

  • Rheuma

  • Multiple Sklerose

  • Muskelerkrankungen verschiedener Art

  • AIDS

  • die chronische Darmentzündung Morbus Crohn
     
  • Bluthochdruck

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Dass jemand unter Fatigue leidet, kann man erst feststellen, wenn die ersten Anzeichen wie Müdigkeit und Abgeschlagenheit auftreten.

Wichtig ist, mit seinem Arzt darüber zu sprechen. Auch die eigenen Familienmitglieder sollten über Fatigue informiert werden. Sie können dann verstehen, woher die ständige Abgeschlagenheit kommt und wie sie am besten helfen können.

Wenn körperliche Ursachen vorliegen (Blutarmut, Gewichtsverlust, Bewegungsmangel oder hormonelle Veränderung), können diese durch einen geregelten Tagesablauf mit ausreichend Bewegung oder Medikamente behandelt werden.