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Varizellen

Andere Bezeichnungen:

Windpocken

Definition - Was ist das?

Die Bezeichnung Windpocken verdankt die Erkrankung unter anderem der Tatsache, dass sie über mehrere Meter durch die Luft übertragen werden kann. Die Krankheit wird durch ein Virus hervorgerufen und ist sehr ansteckend.

Überwiegend sind von der Krankheit Kinder betroffen - aber auch Erwachsene können daran erkranken. Beim Varizella-Zoster-Virus handelt es sich um ein hoch ansteckendes Virus, das nach derzeitigem Wissensstand lediglich von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. Erwachsene erkranken viel schwerer an Windpocken als Kinder.

Wie bekommt man das?

Das Virus wird durch Niesen, Husten, beim Sprechen oder durch Kontakt mit virushaltigem Bläschensaft übertragen.  Da das Virus auch über die Luft übertragen wird, braucht man keinen direkten Kontakt, um sich das Virus „einzufangen“.

Die Viren in der Ausatmungsluft können in der Luft einige Meter getragen werden. Man nennt das auch Tröpfchenübertragung. Eine Ansteckung durch Decken oder Kleidung, die von einer kranken Person genutzt wurden, ist sehr unwahrscheinlich.

Die Krankheit bleibt so lange ansteckend, bis alle Bläschen Krusten gebildet haben. So lange sollte man auch zu Hause bleiben und nicht in den Kindergarten oder zur Schule gehen.

Was kann passieren?

Zu Beginn ist man müde und abgeschlagen und hat eventuell Fieber. Bald darauf zeigt sich schon der für Windpocken typische Ausschlag. Meist beginnt er am Oberkörper und am Rücken. Er verteilt sich über den ganzen Körper und bildet blassrote, stark juckende Flecken, die mit der Zeit Bläschen bilden. Wie auch bei Röteln sind schwangere Frauen besonders gefährdet. Daher sollten sie aufpassen, dass sie keinen Kontakt zu einem an Windpocken erkrankten Menschen haben.

Gegen Windpocken kann man sich auch impfen lassen.

In der Regel bekommt man Windpocken nur einmal im Leben. Danach ist man dann meist lebenslang davor geschützt. Aber in Ausnahmefällen kann es doch bei einem sehr schwachen Immunsystem zu einem Wiederauftreten in Form von einer Gürtelrose (Herpes zoster) kommen.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Dein Hausarzt kann herausfinden, ob Du Windpocken hast. Du bekommst dann ein Medikament verschrieben. Dieses wird wie eine Salbe direkt auf die Haut aufgetragen. Dieses Medikament hilft gegen das Jucken und führt auch dazu, dass die Bläschen schneller verschwinden.

Auch wenn es noch so juckt, sollte man ein ständiges Aufkratzen vermeiden Durch das Aufkratzen dauern die Windpocken nur noch länger an.

  • Cheers 2007: S.491 f.