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Fieber

Andere Bezeichnungen:

Definition - Was ist das?

Wenn ein Mensch Fieber hat, bedeutet das, dass die Körpertemperatur erhöht ist.

Bei einem gesunden Menschen liegt die Körpertemperatur zwischen 35,0 und 37,2 Grad Celsius

Alles was unter 35,0 Grad liegt, ist ein Zeichen für Unterkühlung. Bis 38,0°C ist es leichtes Fieber, darüber schon starkes Fieber.

Ab 40°C kann Fieber lebensbedrohlich werden.

Fieber allein ist aber keine Krankheit, sondern eine Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung.

Hinweise auf Fieber können sein, dass sich der Betroffene matt, krank und abgeschlagen fühlt. Er hat Kopf- und Gliederschmerzen. Manchmal ist ihm auch kalt und er zittert am ganzen Körper (Schüttelfrost). Oftmals sind Leute, die Fieber haben sehr müde und schläfrig, manche sind auch unruhig und verwirrt. Es kann auch sein, dass sie laute Geräusche und Licht nicht mögen. Der Puls und auch die Atmung werden schneller. Die Haut kann kalt und trocken, aber auch heiß und ganz rot sein. Wenn das Fieber wieder sinkt, schwitzt man oft ganz stark.

Das Fieber verläuft in drei Phasen: Dem Fieberanstieg, der Fieberhöhe und dem Fieberabfall.

Wie bekommt man das?

Wenn man eine Infektion hat, zum Beispiel Grippe oder eine Erkältung, kann es sein, dass der Körper seine Temperatur erhöht. Dadurch können sich Krankheitserreger nicht so leicht vermehren. Es ist also eine normale, sogar gesunde Reaktion des Körpers auf einen „Eindringling“.

Was kann passieren?

Leichtes Fieber soll man nicht senken, da es dem Körper hilft, mit der Krankheit zurecht zu kommen. Man braucht viel Ruhe, damit der Körper die Erreger bekämpfen kann. Wird das Fieber zu hoch und dauert mehrere Tage, dann solltest Du zu einem Arzt gehen. Der Arzt kann Dir Medikamente verschreiben, die das Fieber senken. Außerdem kann er herausfinden, warum Du Fieber hast.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Ob jemand Fieber hat, kann man am besten mit einem Fieberthermometer messen.

Es gibt viele unterschiedliche Fieberthermometer. Wo man die Temperatur misst, hängt vom Fieberthermometer ab. Du kannst die Körpertemperatur in der Achselhöhle messen, das nennt man in der Fachsprache axillar. Vor allem bei Säuglingen misst man im Popo, das heißt dann rektal. Man kann die Temperatur aber auch im Ohr mit einem speziellen Ohrthermometer messen Es gibt auch neuere Fieberthermometer, mit denen man die Temperatur an der Stirn messen kann.

So kannst Du bei Fieber helfen.

Hat Dein Familienmitglied Fieber, braucht es vor allem eins: viel Ruhe.

Frage Dein Familienmitglied, ob Du die Vorhänge schließen sollst, damit es im Zimmer nicht so hell ist.

Durch kühle Wadenwickel kannst Du versuchen, das Fieber zu senken. Dazu nimmst Du zwei kleine Handtücher, machst sie mit lauwarmen (!) Wasser feucht und wickelst sie jeweils um eine Wade. Lege noch ein großes Handtuch unter die Füße, damit das Bett nicht nass wird. (ACHTUNG: Überprüfe vorher, ob die Person heiße Beine hat. Wenn nicht, also wenn die Beine kalt sind, darfst Du keine Wadenwickel machen!)

Erneuere die Wadenwickel, sobald die Wickel warm sind (ungefähr nach zehn Minuten). Mache etwa drei bis fünfmal hintereinander frische Wadenwickel. Gönne Deinem Familienmitglied anschließend eine Pause. Am besten fragst Du einfach, was für sie oder ihn angenehm ist.

Es gibt auch Medikamente, die das Fieber senken. Diese verschreibt ein Arzt. Er erklärt Euch dann auch, wann und wie die Medikamente genommen werden müssen.