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Alkoholismus

Andere Bezeichnungen:

Definition - Was ist das?

Alkoholismus oder Alkoholkrankheit bedeutet, dass man nach dem Inhaltsstoff Ethanol süchtig ist. Ethanol ist in Alkohol enthalten. Und Alkohol ist zum Beispiel in Bier, Schnaps, Wein, Sekt, Likören, Wodka, aber auch in manchen Medikamenten (wie Hustensaft) enthalten.

Ein Mensch, der alkoholkrank ist, richtet sein Leben nach seiner Sucht – dem Alkohol – aus.

Dieser bestimmt sein Tun und Handeln. Ohne Alkohol kann er sich seinen Alltag nicht mehr vorstellen. Einen Alkoholkranken in der Familie zu haben, ist für alle Familienmitglieder eine große Belastung, da der Alkohol für den Erkrankten lebensbestimmend ist. Die Familienmitglieder haben beispielsweise oft damit zu kämpfen, dass ihr Angehöriger unter Stimmungsschwankungen leidet, schnell gereizt ist und viel Geld für Alkohol ausgibt.

Leider kann ein alkoholkranker Mensch fast gar nicht - auch nicht durch eine noch so liebevolle Betreuung seine Familie - vom Alkohol wegkommen. Alkoholismus ist eine ernstzunehmende Krankheit. Ohne eine Hilfe von außen kann diese Sucht nicht besiegt werden.

Was kann passieren?

Übermäßiger Alkoholkonsum macht abhängig und schadet sowohl dem Körper als auch der Seele. Krankheiten, zu deren Entstehung Alkohol beiträgt, sind:

  • Akute Alkoholvergiftung

  • Alkoholpsychosen, Delirium

  • Depressionen

  • alkoholbedingte Demenz (Korsakow-Syndrom)

  • Lebererkrankungen: Leberentzündung (Hepatitis), Fettleber, Leberzirrhose)

  • Nervenschädigungen, periphere Polyneuropathie

  • Krebserkrankungen: Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs, Bauchspeicheldrüsenkrebs, Magenkrebs, Leberkrebs

  • Herzmuskelschwäche (Kardiomyopathie), auch mit Herzrhythmusstörungen

  • Bluthochdruck

  • Alkohol-Embryopathie bei Kindern alkoholkranker Mütter

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Es gibt Behandlungen und Therapien mit ärztlicher Begleitung, die den Körper langsam vom Alkohol entwöhnen.

So etwas nennt man auch Entgiftung oder Entzug. Hier wird unter Aufsicht von medizinisch geschultem Personal der Körper „entgiftet“ und das Trinken von Alkohol verhindert.

Diese Behandlung löst vor allem zu Beginn sehr starke Entzugssymptome aus, die körperliche Schmerzen mit sich bringen. Entzugserscheinungen sind zum Beispiel Schweißausbrüche, Zittern, Übelkeit, Ängste, Schlaflosigkeit und auch Fieber.

Während dieser Phase erhält der Patient Medikamente, die ihm die Entzugserscheinungen erträglicher machen.

Zum körperlichen Entzug, kommt auch die seelische Abhängigkeit vom Alkohol. .Daher muss man auch herausfinden, warum jemand ständig Alkohol trinken möchte und auch, wie es dazu gekommen ist, dass ein Mensch ohne Alkohol nicht leben kann.

In einer Psychotherapie können Antworten auf diese Fragen gefunden werden.