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ACHTUNG NOTFALL

Hirnhautentzündung

Andere Bezeichnungen:

Meningitis / Enzephalitis

Definition - Was ist das?

Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute Die Hirnhäute bilden im Inneren des Körpers eine Schutzhülle um das Gehirn und das Rückenmark.

Ist das Gehirn entzündet, spricht man von einer Enzephalitis.

Die Hirnhautentzündung kann sich innerhalb kürzester Zeit ausbreiten und zum Tod führen. Daher muss sie so schnell wie möglich durch einen Arzt behandelt werden.

Anzeichen einer Meningitis oder Enzephalitis sind ähnlich wie bei einer Grippe:

  • Nackensteifigkeit (Schmerzen im Nacken, wenn das Kinn auf die Brust gelegt werden soll)
  • Kopfschmerzen
  • Gelenks- und Muskelschmerzen
  • Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Benommenheit
  • rasch ansteigendes Fieber und Schüttelfrost

Es kann auch zu einem Krampfanfall kommen.

Manche Kinder liegen auch auf der Seite und strecken den Kopf so weit wie möglich nach hinten, spätestens dann ist höchste Eile geboten und man sollte einen Arzt oder ein Krankenhaus aufsuchen.

Anzeichen kann auch ein roter Hautausschlag sein. Dieser hat viele kleine rote Punkte die später immer größer werden. Anders als bei Masern, Mumps oder Röteln werden die roten Flecken nicht heller oder weiß, wenn man darauf drückt.

Glaubst Du, dass jemand eine Hirnhautentzündung hat, dann rufe sofort einen Arzt!

Je schneller die Hirnhautentzündung durch einen Arzt behandelt wird, desto besser sind die Überlebenschancen.

Wie bekommt man das?

Die Hirnhautentzündung kann durch Bakterien (zum Beispiel Meningokokken) oder Viren (zum Beispiel Herpesvirus) verursacht werden.

Infektionen mit Meningokokken treten blitzartig auf und verlaufen oft tödlich.  Nach den ersten Anzeichen kann die Erkrankung innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Besonders häufig sind Säuglinge und Kinder bis zum 5. Lebensjahr sowie Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren betroffen.

Bei der Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) wird durch einen Zeckenbiss übertragen. Über den Zeckenbiss gelangt das FSME-Virus in das Blut. Von dort aus kann es sich weiter ausbreiten und nach zirka ein bis zwei Wochen das Gehirn und die Hirnhäute entzünden.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Alle Personen, die mit jemandem in Kontakt waren, der eine Meningokokkeninfektion hatte, müssen zur Sicherheit auch Antibiotika einnehmen. Das nennt man auch Prophylaxe (Vorbeugung, Schutz). Erst 24 Stunden nach Beginn der Antibiotikatherapie sind die Meningokokken nicht mehr ansteckend. Gegen Meningkokkoken gibt es eine Impfung. Diese ist allerdings nicht gegen alle Arten von Meningokokken wirksam.

Zum Schutz gegen FMSE gibt es auch eine Impfung. Diese sollte man regelmäßig auffrischen.