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Allergie

Andere Bezeichnungen:

Definition - Was ist das?

Eine Allergie ist eine Krankheit, bei der der Körper auf verschiedene Stoffe – diese heißen Allergene - mit unterschiedlichen Symptomen reagiert. (Mit Symptomen werden Anzeichen, Merkmale oder Kennzeichen einer Krankheit bezeichnet)

Es gibt viele verschiedene Allergene, wie zum Beispiel Pollen, Tierhaare, Hausstaub, Bienengift, Metalle, Medikamente oder Lebensmittelbestandteile.

Der Körper reagiert auf diese Stoffe wie auf Krankheitserreger, zum Beispiel wie auf Bakterien oder Viren. Pollen, Tierhaare und Hausstaub sind normalerweise überhaupt nicht gefährlich für den Körper. Wenn jemand aber allergisch ist, bekämpft der Körper diese Allergene fälschlicherweise heftig und stark.

Die Bekämpfung der Allergene erfolgt durch bestimmte Botenstoffe oder Abwehrkörperchen (die sogenannten Antikörper). Diese werden vom Körper produziert und dann zum Allergen geschickt, um es zu zerstören.

An sich eine super Sache! Der Nachteil daran ist, dass diese Botenstoffe oder Abwehrkörperchen nicht nur das Allergen beseitigen, sondern zudem noch verschiedene „Nebenwirkungen“ (die sogenannten Symptome) auslösen. Und die sind es dann auch, die Dir das Leben schwer machen.

Normalerweise sind die Botenstoffe und Antikörper dazu da, Bakterien und Viren (also Krankheitserreger) zu beseitigen. Das ist auch super wichtig wenn Du krank bist!

Leidet jemand aber zum Beispiel unter einer Pollenallergie, kann er den ganzen Frühling lang krank sein. Im Frühling blühen besonders viele Bäume. Die Blüten der Bäume lösen bei den Betroffenen die Allergie aus. Der Körper wehrt sich fälschlicherweise gegen diese Blüten und bekämpft sie wie oben beschrieben. Nachdem der Frühling aber länger als nur einen Tag dauert, ist auch der Betroffene oftmals ganz lange krank.

Was kann passieren?

Die Anzeichen einer Allergie können sein:

  • Schnupfen, Bindehautentzündung, Mundschleimhautschwellung

  • Asthma

  • Hautveränderungen und Ausschläge (z.B. Rötungen, Schwellungen und/oder Pusteln)

  • Erbrechen, Durchfall

  • Anaphylaktischer Schock (ACHTUNG NOTFALL!)

Wie sich eine Allergie in Zukunft entwickelt, kann man nur schwer voraussagen. Es kann sein, dass die Allergie schlimmer wird. Es kann aber auch sein, dass sie komplett verschwindet. Möglich ist auch, dass man beispielsweise nicht mehr auf Pollen, sondern dafür auf Hausstaub allergisch wird.

Auch wie stark jemand auf ein Allergen reagiert, ist unterschiedlich. Manche Leute verspüren vielleicht nur ein ständiges Jucken in der Nase, wenn Pollen/Baumblüten durch die Gegend fliegen. Bei anderen Menschen lösen dieselben Pollen einen starken Schnupfen und geschwollene Augen aus.

Eine Allergie kann aber auch sehr gefährlich werden. Sie kann Schäden an den inneren Organen (wie Herz, Leber und Nieren) verursachen. Ein Anaphylaktischer Schock kann sogar tödlich sein.

Darum ist es wichtig, dass jede Allergie von einem Arzt untersucht wird.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Eine Allergie kann unterschiedliche behandelt werden, z.B. durch Allergenkarenz, Medikamente, Hyposensibilisierung oder alternative Methoden wie Homöopathie oder Akupunktur.

Allergenkarenz bedeutet, dass man nach Möglichkeit keinen Kontakt mehr mit dem Allergen haben sollte. Verträgt man zum Beispiel keine Lactose, dann sollte man auf lactosefreie Produkte umsteigen (z.B. Sojamilch).

Bei einer Hyposensibilisierung wird der Körper schrittweise an das Allergen gewöhnt. Dafür wird einem zum Beispiel regelmäßig eine kleine Dosis des Allergens gespritzt. Diese Menge wird schrittweise erhöht. Ziel ist, dass der Körper sich an das Allergen gewöhnt und es nicht mehr bekämpft.

Welche Heilmethode für Dich am besten geeignet ist, stellt ein spezieller Facharzt fest.

Tipp: Hilfreich ist es, einen Allergiekalender zu führen. Dazu trägst Du einfach jeden Tag Deine Beschwerden wie Schnupfen, Durchfall oder Rötungen ein. Außerdem schreibst Du Dir auch auf, ob Du an diesem Tag etwas Besonderes gegessen hast und was Du gemacht hast (zum Beispiel ein Waldspaziergang). Damit hilfst Du den Ärzten, schneller herauszufinden, auf was Du allergisch sein könntest.

Wichtig: Allergiker sollten ihren vom Arzt ausgestellten Allergiepass stets bei sich tragen!