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ALS

Andere Bezeichnungen:

Amyotrophe Lateralsklerose

Definition - Was ist das?

ALS ist die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose. ALS ist eine Erkrankung des motorischen Nervensystems. ALS macht die Nerven kaputt, die sich um die Bewegung der Muskeln kümmern. Das bedeutet, dass man seine Muskeln mit der Zeit nicht mehr bewegen kann und die Muskeln gelähmt sind. Du kannst Dir das ein bisschen wie einen Hampelmann vorstellen. Dort musst Du an der Schnur ziehen, damit er sich bewegt. Die Schnur ist sowas wie die Nerven. Wenn die Schnur gerissen ist, kann sich der Hampelmann nicht mehr bewegen. Bei ALS reißt diese Schnur nicht plötzlich, sondern es dauert lange, bis man die Muskeln gelähmt sind und man sich nicht mehr bewegen kann.

Zu Beginn kann es sein, dass man sich beim Sprechen und Schlucken schwer tut, Probleme beim Gehen hat, oder die Muskeln zittern und nicht mehr so richtig machen, was man möchte. Mit der Zeit sind immer mehr Muskeln davon betroffen, sodass der Körper allmählich völlig gelähmt ist.

ALS ist eine unheilbare Krankheit, die durchschnittlich 3-5 Jahre dauert. An ALS stirbt man meist durch eine Lungenentzündung, die durch die Schluckstörungen und die Lähmung der Atemmuskeln hervorgerufen wird. Die Leistung des Gedächtnisses ist, beispielsweise im Gegensatz zur Alzheimer Krankheit, nicht betroffen.

Wie bekommt man das?

Es ist unklar, warum jemand an ALS erkrankt. Die Krankheit ist selten und wird auch nicht vererbt (wenn Dein Opa zum Beispiel ALS hat, bedeutet das nicht, dass Deine Eltern oder Du auch ALS bekommen). Männer sind ein klein wenig öfter betroffen als Frauen.

Es gibt auch eine Form dieser Erkrankung, die sehr langsam verläuft, diese nennt sich „chronisch juvenile ALS“. Vielleicht kennst Du den berühmten Physiker Stephen Hawking? Er ist an dieser Form der ALS erkrankt.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

ALS ist bis heute unheilbar, das heißt, dass man die Krankheit nicht aufhalten kann. Man kann jedoch durch verschiedenste Therapien versuchen, die Krankheitszeichen etwas zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Bei einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium dieser Krankheit, sind Betroffene meist in allen Lebensbereichen auf Hilfe von anderen angewiesen.

Wie Du Menschen in den verschiedenen Bereichen ihres Lebens helfen kannst, findest Du hier unter Pflege.