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Ulcus Cruris

Andere Bezeichnungen:

Offenes Bein

Definition - Was ist das?

Offene Wunden am Körper entstehen oft ganz schnell und verheilen normalerweise von selbst. Wenn eine Wunde aber nicht verheilt, dann spricht man von einer chronischen Wunde.

Diese ist meist oberflächlich sehr groß und gelblich weiß belegt. Es kann auch sein, dass sie stinkt.

Wie bekommt man das?

Solche Wunden entstehen meistens schon durch kleine Verletzungen an den Unterschenkeln oder am Fuß. Wenn eine Wunde am Fuß/Beinschlecht oder gar nicht verheilt, dann haben Betroffene meistens Durchblutungsstörungen in den Beinen. Dies betrifft vor allem ältere Menschen mit schlechten Venen oder Arterien.

Da der Bereich nicht gut mit Blut versorgt wird, kann die Wunde auch nicht heilen. „Kaputte“ Venen und Arterien haben oft Menschen mit Übergewicht, Raucher und Menschen, die sich ungesund ernähren. Auch Diabetiker haben oft solche Wunden, weil durch die Zuckerkrankheit die Wundheilung gestört ist.

Offene Wunden können auch durch sogenanntes „Aufliegen“ entstehen. Das heißt: Bei Menschen die nur noch im Bett liegen können, entstehen solche Wunden oft an den Punkten, an denen der Körper die ganze Zeit die Matratze berührt (Schultern, Po, Fersen). Dies bezeichnet man auch als Dekubitus.

Was kann man dagegen tun? Wie kannst Du helfen?

Für Wunden dieser Art gibt es spezielle Verbände, die die Wundheilung beschleunigen. Es kann jedoch sein, dass es sehr lange dauert, bis diese Wunde heilt. In manchen Fällen kann es auch passieren, dass eine Wunde, etwa am Bein, gar nicht heilt und eine Infektion entsteht. Solch eine Wunde muss im Krankenhaus behandelt werden.

Um so einer Wunde vorzubeugen, wird Diabetikern empfohlen, immer gut die Beine und auch die Fußsohlen zu kontrollieren und diese auf eventuelle Wunden zu untersuchen. Wenn Du ein Familienmitglied hast, das eine offene Wunde hat, dann kannst Du unter Pflege nachsehen, wie man einen Verbandwechsel macht. Wenn Du zu Hause beim Verbandwechseln hilfst und bemerkst, dass die Wunde immer größer wird oder zu riechen beginnt, dann muss sich das immer ein Arzt ansehen!

Wenn Dein Familienmitglied zuckerkrank ist, dann achte darauf, dass die Blutzuckerwerte passen und dass Insulin in der nötigen Dosis gespritzt wird. Wenn die Blutzuckerwerte gut sind, dann ist auch die Wundheilung besser. Wenn Dein Familienmitglied Probleme mit den Blutgefäßen hat, dann achte darauf, dass Ihr Euch gesund ernährt und viel bewegt.